Nun ist es doch schon einige Monate her, dass ich Champix abgesetzt habe, und ich kann dieses Medikament nur jedem empfehlen, der aufhören möchte.
Das ein oder andere Kilogramm habe ich zwar zugenommen aber das kann ich so akzeptieren.
Mir geht es gut. Ich habe auch zwischendurch kein Verlangen mehr nach einer Zigarette. Alles weg.
Die Träume -die ich Anfangs nach dem ich das Medikament absetzte noch hatte- sind auch weg. Scheinbar bin ich nun ein echter Nichtraucher.
Wenn sich mir die Gelegenheit bietet, stelle ich mich ab und zu neben Menschen die sich gerade 'ne frische Kippe angezündet haben. Ich rieche das gerne. Auf die Idee selbst eine zu rauchen bin ich schon sehr lange nicht mehr gekommen.
Ich stelle fest, dass ich es extrem unangenehm finde, mich in Räumen aufzuhalten in denen geraucht wurde, bzw. die nach kaltem Rauch stinken.
Als ich von ein paar Monaten wegen einer dienstlichen Schulung in einem Hotel übernachten musste, hab ich den Kerl an der Rezeption zusammengefaltet, weil er mir -obwohl ich ausdrücklich nach einem Nichtraucherzimmer verlangte- ein Raucherzimmer angedreht hat. Ich konnte in diesem Gestank nicht schlafen und so bin ich nachts um 0:30 nach unten gelatscht um mir ein anderes Zimmer geben zu lassen. Ich habe mich auch nicht geändert in Sachen 'Militanz'.
Ich habe bisher noch niemandem gesagt, dass er mit dem Rauchen aufhören soll. Ist ja nicht mein Ding. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich helfe nur bei der Entscheidung...
...Wieviel Geld spart man bis an sein Lebensende, Geschmack, Geruch, Fitness...
... das sind all die Sachen die ich hier auch schon alle erwähnt habe, die ich dann anfange aufzuzählen. Und die Leute fragen mich dann wie ich das geschafft habe. Dann erkläre ich denen das, und dann fragen sie irgendwann wieder und wieder und wieder und rauchen bis heute noch...
Man muss es schon wirklich wollen und man muss es auch Tun, und nicht nur reden. Sonst hilft auch Champix nicht.
Zum Schluss noch ein paar Tipps:
Tipp 1:
Nicht zu viele Gedanken machen wegen der Nebenwirkungen. Einfach testen. Dann wird man sehen ob, und wenn ja, welche Nebenwirkungen eintreten.
Tipp 2:
Wenn dich die Sucht packt und du das Gefühl hast unbedingt eine rauchen zu müssen. Dreh dich bewusst von der Situation weg, und beschäftige dich kurz mit etwas anderem. Lenke dich so lange ab, bis das Zwang-Gefühl weg ist.
Tipp 3:
Suche dir etwas, was du genießen kannst. Ich z.B. Trinke seit damals leidenschaftlich gerne Kaffees, in allen möglichen Variationen (Café Latte, Cappuccino, Milchkaffee, Espresso etc.) .
Entdecke die Aromen und Gerüche, die du irgendwann anfängst wahrzunehmen.
Tipp4:
Vergiss das Trinken nicht. Ich habe immer wenn ich geraucht habe auch was getrunken. Als ich dann nichtmehr geraucht hab, hab ich auch nichts mehr getrunken. Das war ein Fehler. Folge: Kreislaufprobleme.
So, nun bleibt mir nicht mehr viel übrig, als allen die es versuchen wollen viel Glück zu wünschen.
Haltet durch, Es lohnt sich ! ! ! ! ! !
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

3 Kommentare:
Danke für deinen Blog! Nachdem es ja auch genügend Blogs von "gescheiterten" Nichtrauchern im Web gibt, haben mir deine Zeilen wirklich den letzten Kick an Motivation gegeben! Am Samstag hole ich mir meine Anfangspackung Champix von der Apotheke ab. Dir wünsche ich alles Gute weiterhin und nochmals danke - auch wenn du es nicht weisst, bist du doch ein kleiner Engel in meinem Leben, der mir wieder Mumm auf einen neuen Versuch gemacht hat! Liebe Grüsse, Corinne
Super Erfahrungsbericht! Vielen Dank! Ich bin am Ende meiner zweiten Nichtraucherwoche mit Champix und ich habe jeden einzelnen Tag so oder so aehnlich wie du ihn beschrieben hast, auch durchgelebt (keine Nebenwirkungen, kein koerperliches, aber schon psychisches Verlangen nach Kippen, was man aber durchaus im Griff halten kann, "Asphaltauswurf" etc). Wie jemand der heimlich in seine Zukunft lunzt habe ich mich dann auch gefuehlt, als ich die Tage 20 und aufwaerts las. Ein ziemlich mulmiges Gefuehl habe ich beim Gedanken dass ich ja Champix irgendwann absetzen werde und sich dann doch noch die typischen Entzugssymptome zu Wort melden. ...man wird sehen. Vielen Dank nochmal und ganz herzlichen Glueckwunsch zum erfolgreichen "Selbstversuch"! Roland
Bei mir gehts morgen los, da starten die kleinen Blauen ;) Danke für Deinen ermutigenden Bericht, ich hoffe ich hab die gleiche Kraft wie Du !
Kommentar veröffentlichen